Fr

13

Nov

2015

Tomke for Ladies - der 4-in-1 Hoodie-Traum


Freudig stelle ich euch heute ein wunderbares neues Schnittmuster vor, und zwar die Damenversion des Tomke von Lolletroll (bekommst du ab heute hier)

Tomke ist ein lässiger Hoodie, der bequem sitzt und viele tolle Kragenvarianten bietet.


Wärend der Probenähzeit habe ich den Loopkragen und die "Krapuze" getestet. Es gibt aber noch zwei weitere Kragenformen, nämlich einen einfachen Schalkragen und einen Stehkragen.


Wie ihr seht, ist der Schnitt dadurch sehr wandelbar und lässt keine Pulliwünsche offen.

Ich liebe ja solche Kombischnitte, wie ihr wisst.



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Mo

24

Aug

2015

Erdbeer Gretchen



Ich habe mich mal an einem neuen Schnitt versucht, und zwar das Mäntelchen Gretchen von Madame Jordan.

Der Herbst kommt mit unaufhaltsamen Schritten näher, und auch wenn es noch sommerlich warm draußen ist, wollte ich schon gerne die nächste Jackengröße parat haben.

Also habe ich am vergangenen Wochenende beide Mädchen benäht. Das erste Werk zeige ich euch nun.


Ich hatte ein kleines Mäntelchen vor dem inneren Auge, außen rot, innen kuschelig.


Im Stoffladen stolperte ich dann über diesen hübschen, dunkel-satt-roten Feincord, der dem Töchterlein gleich gefiel. Dazu suchte sie noch beerefarbenen Cord für die Tasche und kleine Erdbeerknöpfe aus. Ein Erdbeermäntelchen, das ist es ja quasi, wonach der Schnitt und Stoff schrien.



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Mi

15

Jul

2015

Sternchen Lotty



Puuuuust!

So viel Staub hier....


Dabei war ich so fleißig in der letzten Zeit, und habe gar nichts gezeigt..

Ich habe jede Menge neuer Schnitte probiert und dabei neue Lieblingsschnitte entdeckt, Shirts, Hosen, Unterwäsche, alles dabei ;)

Ganz weit vorne mit dabei Malotty von ki-ba-doo, welche schon 3 mal in meinem Schrank wohnt, aber noch keine (neuen) Fotos existieren. Ich hab ja schon welche gemacht, dann ging mein Computer kaputt...

Naja, so ist das manchmal. Der Juni war gespickt mit Terminen, Kindergartenabschied und vielen Ausflügen und Feierlichkeiten. Nun sind Ferien, bevor es dann mit der Schule losgeht! Das Schulkind in spe ist schon sehr aufgeregt, trauert aber auch der schönen Kindergartenzeit hinterher.


Okay, zurück zu (Ma)Lotty. In groß schon für gut befunden und nun für mein Patenkind zum 9. Geburtstag genäht. Das sah meine Große und bestellte gleich eine für sich. Ich war mir erst unsicher, ob ich den Schnitt an so kleinen Mädels schon mag, aber das Ergebnis gefällt mir dann doch sehr gut. Es passt auf jeden Fall gut zu ihr.


Genäht habe ich Gr. 122, hätte ruhig 116 sein können, die Ärmel hab ich gekürzt und von der Weite was weggenommen.


Und ich habe mich mal an eine Negativ-Applikation gewagt. Sehr cool, finde ich! Und passt meier Meinung nach perfekt zum Schnitt. Als Hintergrund habe ich den gleichen Stoff verwendet wie fürs Top.


Und nun noch ein paar Fotos, meine kommen auch noch. Irgendwann. :)




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Do

21

Mai

2015

Pippilotta Wollmonster


Ich zeige mal wieder ein Monster, hab ich ja schon lang nicht mehr gemacht :)


Dieses lustige Exemplar macht sich heute auf den Weg zu seinem neuen Besitzer.


Mögen sie viel Freude mit ihm haben :)




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Mi

13

Mai

2015

Pimp my Hackenporsche


Mausgrau.


Mehr muss ich glaub ich zu der Optik des Trolleys nicht sagen.


Ich wollte aber schon lange nen richtig vernünftigen Hackenporsche haben, mein Alter war nicht besonders zuverlässig und verlor auch schon mal gerne ein Rad in unpassenden Situationen, z.b. wenn ich grade mitten auf der Straße war, oder ähnliche Scherze.


Dieses Exemplar hier war wirklich sehr sehr günstig für einen guten Andersen Trolley, und wofür kann ich denn nähen, wenn nicht für solche Fälle.

Also mitgenommen und Stoff besorgt.


Und was bietet sich da mehr an, als dieses Wachstuch über und über mit meinen allerliebsten Graziela Äpfeln bedruckt. Graziela druckt seit einiger Zeit die alten Klassiker wieder auf Stoff, was mein Retroherz erfreut. Sogar Jersey gibts seit kurzem, den mussmussmuss ich auch vernähen :D

Die blauen Äpfel auf Vintage Bettwäsche vernähe ich inwischen seit Jahren und liebe sie immer noch, grade vor kurzem sind sie wieder zu Hosentaschen geworden (siehe unten).


Und die Kinderdecke im Bett wird mit dem herzigen Eisenbahnbezug bezogen, den ich vor Jahren mal für 50 Cent (jawoll) auf dem Kinderflohmarkt gefunden habe.


Naja, genug geredet..

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Ich hab genäht. Nach selbst gebasteltem Schnitt.

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Und jetzt ist es MEIN Hackenporsche.

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Di

21

Apr

2015

Frühlingsgrüne Retro Latzhose

 

OH OH

ALLES WIRD GRÜN

und stürzt sich neu ins Leben hinein

YEAH YEAH

es fängt an zu blühn

die Tage werden länger

wie schön es ist

am Leben zu sein

 

(Aus diesem sehr (!) empfehlenswerten CD/Buch)

Mit diesem Lied auf den Lippen zeige ich heute mein neuestes Werk:

 

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Do

09

Apr

2015

Empire Tunika und Kleid


Ich hatte mal wieder die Ehre und durfte den neuesten Schnitt von Lolletroll probenähen.

Ihr bekommt den Schnitt ab morgen bei Dawanda :)


Empire ist ein Allroundtalent für Mädchen, eine Tunika, ein Kleid, langarm, kurzarm, wie es beliebt.


Und was soll ich sagen!

Eigentlich kann ich gar nicht viel sagen, der Schnitt ist perfekt.

Er ist wirklich total schön und sitzt wie erwartet einfach super.


Ich zeige euch hier einmal eine Tunika, und ein Kleid nach dem Schnitt, beide kurzärmelig für die wärmeren Tage.

Sehr wandelbar und auch mit Kapuze nähbar.





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Sa

04

Apr

2015

Pimp my Parka



Es war einmal ein ur-alter Parka, genau genommen aus Mutters Kleiderschrank, von Anfang der 70er Jahre.

Dieser Parka wohnt seit 20 Jahren in meinem Kleiderschrank und wurde über die Jahre mal mehr, mal weniger oft von mir getragen.

Nun trug es sich zu, dass er mir in die Hände fiel, und mein Gedanke war "ganz schön farblos, der Alte".

Aber gut ist er immer noch. Man sieht ihm sein Alter definitiv nicht an, genau wie mir :D


Nun gut, ich habe ja im letzten Jahr die Häkellei für mich entdeckt und so hatte ich gleich eine Idee.


Viele bunte Blumen habe ich gehäkelt, und ein bisschen Frieden, wie es sich für eine ordentliche Hippiejacke gehört.

Die Kapuze hat ein Futter bekommen, welches genau so alt wie der Parka ist, Bettwäsche mal wieder.


Ja und dann hier und da noch ein bisschen Klimbim und fertig ist meine neue Lieblingsjacke.


Habt ihr auch so Teile, die mit euch "groß" geworden sind?



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Do

12

Mär

2015

Hallo Frühling



Ein kleiner Zwerg begrüßt den Frühling.


Wunderschön lacht die Sonne vom Himmel, wenn das klein Grund ist, dieses Kleid ohne Jacke auszuführen :D


Den Schnitt habe ich selbst gebastelt, Grundlage war allerdings natürlich Friis ;)

Ich glaub, Friis braucht bald ne eigene Kategorie :D :D :D


Und nun, statt vieler Worte, lasse ich lieber Bilder sprechen:



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Di

10

Feb

2015

mal wieder bunt gegen Wintergrau


Ich hab ja kürzlich die Friis Erweiterung probegenäht und für toll befunden, so dass ich das auch in groß unbedingt ausprobieren musste.

Ich darf momentan nen Meitai und nen Stillpulli als Auftrag nähen und noch ne Hose stricken, da muss ich zwischendruch irgendwie immer noch was für mich machen ;)


Und was soll es anderes sein, als ein regenbogenbunter Friis? Ich muss ja meiner Linie treu bleiben :P



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Fr

06

Feb

2015

Friis 2.0 - die Erweiterung


Ihr wisst ja, ich und Friis von Lolletroll...


Und entsprechend groß ist die Freude, dass ich die Schnitterweiterung probenähen durfte!

Der Schnitt war ursprünglich ja nur ein Hoodie, nun kann man ihn auch als Pullunder oder als kurzärmeliges Shirt nähen.

Und anstatt der Kapuze kann man nun einen Schalkragen wählen.


Das macht diesen Schnitt so wunderbar wandelbar, wie ich es liebe :D


Ich kann euch nun meine Versionen von 2.0 zeigen.

Für das kleine Kind gibt es einen Pullunder mit Kapuze aus dem coolen Füchse-Retrojersey und seitlichen Taschen.

Das große Kind bekommt einen Langarmpulli mit Kragen. Sie mag nicht so gern Kapuzen, von daher ist diese Version für sie ideal. Er ist aus pflaumefarbenem Nicky mit Sterne-Sweat von Lillestoff.


Mein Fazit: Sehr cool!


Und hier die offiziellen Bilder:



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Di

20

Jan

2015

Crayon - Art - Tutorial


Irgendwann stolperte ich bei pinterest mal über diese Art von Bildern, die aus geschmolzenen Wachsmalstiften gemacht waren.


Da es meist Regenbogenbilder waren, haben sie meine Aufmerksamkeit ziemlich schnell erregt. Dem ein oder anderen dürfte ja schon mal meine Vorliebe für Regenbögen aufgefallen sein ;)



Schon länger hatte ich vor, dazu eine Anleitung zu schreiben, bin aber einfach nur noch nicht dazu gekommen. Heute wurde ich bei facebook aber mal wieder daran erinnert, dass ich es machen wollte.

Das Bild habe ich schon vor 1,5 Jahren gemacht, aber damals wohlweißlich die Arbeitsschritte fotografisch dokumentiert, weil ich ja eben einen Blogeintrag dazu machen wolle...



CRAYON - ART


So nennt man die Bilder, die aus geschmolzenen Wachsmalern gemacht sind. Das eignet sich auch prima für verregnete Nachmittage, wenn die Kinder beschäftigt werden wollen.



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Di

20

Jan

2015

Lila Friis-Laune


Hallo ihr Lieben,


die letzte Zeit war ein bisschen turbulent im Hause Montilly, ich bin auch leider nicht wirklich zum nähen gekommen.

Nun habe ich aber wieder zwei Big Friis zu zeigen. Beide lila, beide relativ schlicht :D


Die Kapuze hab ich ein klein bisschen verändert dieses mal. Also ich hab den Gesichtsausschnitt noch ein Stück größer gemacht, weil mir das a) optisch besser gefällt und b) man mehr vom Kapuzenfutter sieht, wenn man die Kapuze nicht trägt.


Der erste ist für mich, pflaumenfarbener Nickystoff mit Wicca Regenbogen Bündchen und Lillestoff Sternen in braun/natur.


Die Regenbogenbündchen haben mich ein bisschen verrückt gemacht. Nein, diese Bündchenware ist nichts für Perfektionisten wie mich...

War ja nicht das erste mal, dass ich geringelte Bündchen gemacht habe, aber diese hier waren echt ein bisschen zickig. Erst mal hat mich fast erschüttert, dass die Ringel gar keine Ringel, sondern eine Spirale sind. D.h. -theoretisch- hätte ich die ganze Stoffbreite des Schlauchs für den Bauchbund nehmen können, aber dann wären die Ringel keine Ringel und am Ansatz natürlich ganz schief. Das geht für mich gar nicht :D

Nee, also alles auseinandergeschnitten und wieder richtig zusammengenäht, natürlich so, dass sich die Ringel genau treffen, versteht sich.

Und beim Annähen muss ich da natürlich auch noch drauf achten :P

Ich glaub, ich hab noch nie so lang für nen Friis gebraucht

An den Tascheneingriffen gefällt mir das Bündchen nicht so wirklich, weils nicht ganz grade geworden ist, aber ich hatte auch keine Lust, es noch mal neu zu machen. Also bleibt es jetzt so und ich hoffe, dass mich das nicht zu sehr nervt ;)


So und nun ein paar Bilder. Das Lila ist ähnlich gut zu fotografieren, wie sämtliche Rottöne. Meine Kamera mag die nicht. Also stellt euch einen schönen satten Pflaumeton vor :D



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Mi

31

Dez

2014

Liebe ist...

 

... dem Kind zum Geburtstag den scheußlichsten Stoff zu vernähen, den man je gesehen hat <3

 

 

Als meine Tochter diesen Einhorn-Digitalprint sah, war es um sie geschehen. Um mich ebenfalls, aber nicht aus dem gleichen Grund, ich hab gedacht, mein inneres Auge exprlodiert, während sie in verzücktes Kreischen und ich-will-ich-will-ich-will geriet.

 

Joa, und als ich ihre leuchtenden Augen sah, und ihren Wunsch hörte, dass sie sich genau daraus eine Kombi zum Geburtstag wünscht, da wusste ich, dass ich wohl nicht drum herum komme. Oder auch gar nicht drum herum kommen will.

 

 

Um mal ein bissche auszuholen: Ich bin seeeeehr eigen, was Farben angeht. Ich mag gerne bunt und nach außen mag es einfach nur bunt scheinen, aber ich habe da schon ziemlich genaue Vorstellungen, was für mich geht und was nicht. Farbnuancen, Farbkombinationen, Reihenfolgen, das ist mir sehr wichtig und da mag ich auch gerne so arbeiten, wie ich will.

Früher habe ich viel gemalt, heute nähe ich statt dessen. Es ist für mich nich nur ein Hobby, oder die Möglichkeit, fair/bio/lokal/preis"wert" zu vereine, mehr meine eigene Art, meine Kreativität und mein innerstes Ich zu verarbeiten.

 

Das hört sich jetzt vielleicht ein wenig seltsam an, aber ich könnte es grade nicht anders beschreiben.

 

Naja, wenn ich für andere Menschen nähe, muss ich auf diese natürlich acht geben, immerhin hat jeder ja seine eigenen Vorstellungen von Schön.

Kleine Kinder sind meist noch einfach, was das angeht. Die ziehen an, was man ihnen näht, solang da was lustiges drauf ist. Manchmal gibt es gewisse Vorlieben, bestimmte Farben, Muster, Kapuze, eng, weit, diese kennt man als Mama ja.

 

Das Großkind wird morgen 6!

6 ist schon was Besonderes! So groß und selbständig ist sie schon geworden, es geht mit großen Schritten Richtung Schule. In meinem Kopf ist sie noch dieses winzig kleine Bündel Mensch, jede Minute an meinem Körper, für Jahre. Mit Liebe gestillt, getragen, immer da. Und jetzt wird sie langsam aber sicher groß und ist immer öfter mal weg *schnüff*.

 

Sie hat ziemlich genaue Vorstellungen, was ihre Kleidung betrifft, schon immer. Ich erinnere mich gerne daran, wie ich verzweifelt nach rosafarbenen Schuhen aus Bio-Leder gesucht habe, oder an einen Besuch in einem kleinen Laden, dessen Besitzerin entsetzt war, dass ich meine damals 2-Jährige fragte, ob ihr dies oder das gefiel. Für mich war das selbstverständlich, ich kaufe ja nicht einfach irgendwas, vor allem, weil es ja für sie sein soll. Diese Verkäuferin jedenfalls war reichlich irritiert, dass mein Kind "so viel zu sagen hat". Eigentlich recht erschütternd, dieser Blick auf einen anderen (kleineren) Menschen (ich frage mich gerne, ob sie das auch so mit ihrem Mann macht, oder ihrer reichen Erbtante). Kinder also Kopie, als Mittel zum Zweck, aufgehübscht und aufgerüscht. Damit man sich nicht für sie schämen muss und das gesellschaftliche Bild keinen Knick bekommt.

 

Es kamen Phasen, wo von allen Seiten Kleider geschenkt wurden, sie diese aber nicht anzog, egal ob Ur-Omas 80er, Weihnachten oder so.

Wozu ihr etwas schenken, was sie nicht mag. Sie zieht es nicht an und es versauert im Schrank, auch wenn es noch soooo süß ist.

 

Sie ging mit Badehose auf dem Kopf zum Einkaufen oder ohne Schuhe auf eine Hochzeitsfeier (ich wurde mal von jemand Fremden angesprochen "Ach, da ist ja wieder das Kind ohne Schuhe, immer wenn ich sie sehe, ist das Kind barfuß" - in diesem Falle positiv gemeint, was nicht der Regelfall ist). Zuweilen sind ihre Kombinationen recht sonderbar, zaubern mir aber gerne ein Lächeln auf die Lippen.

 

Aber so ist das, meine Kinder tragen, ziehen an, was sie mögen. Mir ist das schnuppe, ich muss ja nicht so rumlaufen und es läge mir fern, das zu verbieten. Außerdem ist es doch wunderbar, wie sehr Kinder noch bei sich sind, völlig unbeeinflusst vom Geschmack der restlichen Welt.

 

Allerdings hatte ich bisher ja doch immer einen gewissen Einfluss auf das, -was- in ihren Schrank wanderte. Niemals hätte würde ich ihnen etwas aufzwingen, aber dennoch grenze ich die Auswahl ja ein, alleine schon durch die Art des Konsums, wo und wie wir kaufen. Das ist okay für die Kinder, ist ja nicht so, als gäbe es zu wenig Auswahl in dieser Welt voller Überfluss.

 

Naja und dann kam dieser Stoff. Uff.

 

Und ich kam irgendwie das erste mal seit 6 Jahren an meine geschmacklichen Grenzen :P

Aber wie gesagt, -Nein- ist ja keine Option gewesen. Also bleibt nur, das Beste draus zu machen :D

Das Beste heißt in diesem Fall für mich, diesen unsagbaren Kitsch irgendwie zu entkitschen, abzukühlen.

 

Und dabei waren ein paar Punkte zu bedenken:

 

  1. Sie liebt ihre Geburtstagskombis immer heiß und innig, d.h. sie wird es ständig (!) tragen wollen. Daraus folgt, ich muss es auch ständig sehen.
  2. Ich fühle mich beim Anblick des Stoffes völlig reizüberflutet, mir tun wirklich die Augen weh, kein Scherz.
  3. Jetzt lag es an mir, den Stoff so zu verarbeiten, dass a) das Kind happy und b) ich es ertragen kann :P

 

Ich habe mich bewusst gegen weitere "Mädchen"-Farben (uaa, das hört sich furchtbar an, Farben sind doch für alle da!) entschieden, um das ganze ein bisschen abzukühlen. Also türkis. Sterne passen gut zum Thema und sind strukturiert in ihrer Form, auch gut zum kombineren. Die Hose und Tunikaschnitt sind bewusst schlicht, damit aus dem Zuviel nicht noch mehr wird. Den Schnitt für das Oberteil habe ich aus unserem Lieblings-Raglanshirt (Ottobre) selbst gemacht, die Hose ist wie beim letzten mal die Treggings Nr. 36 von Lillesol und Pelle.

 

So und jetzt genug erzählt. Hier ist das Ergebnis. Viel Mühe hat es mich gekostet, viele Überlegungen, welche Stoffe ich wie kombinieren, sogar bei fb hab ich nach Rat gesucht... Viel Liebe habe ich reingesteckt und freue mich ganz ganz doll auf die strahlenden Augen morgen früh!!!!!

 

Vorab dürft ihr schon mal lünkern:

 

 

 

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Mi

17

Dez

2014

Verfriist und zugenäht!



Na sowas, jetzt hätte ich diesen Blogeintrag fast vergessen....


Deshalb hier einmal auf die Schnelle ein paar Bilder von Großtochters neuer Lieblingskombi. Damit es auch ordentlich auf die Augen geht, gerne in Ganzkörperringel :P

Na gut, ich bin schon froh, dass sie es zwischendurch mal zum Waschen auszieht, nachdem sie die beiden Teile 4 Tage und Nächte am Stück anhatte.


Der Pulli ist Friis von Lolletroll, was sonst.

Die Hose ist die Treggings (Basic Nr. 36) von Lillesol & Pelle. Diese habe ich in 110 genäht, aber in der Länge ein paar cm zugegeben. Hätten noch ein paar mehr sein können, aber sie passt jetzt gut. Ich mags ja eher, wenn die Sachen länger mitwachsen...


Die große Tochter mochte schon länger keine genähten Hosen mehr, weil sie ihr zu weit, zu pumpig, was auch immer, waren. Mit diesem schmalen Schnitt hab ich endlich wieder was gefunden, was ihr gefällt - und gut passt.


Stoff ist der wunderbare Wicca-Sweat von der Nae-h-exe. Hab ich auch noch als Jersey und Bündchenware, könnte also öfter auftauchen in nächster Zeit :D



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Mo

15

Dez

2014

Nix für graue Mäuse

 

Ich wollte ja noch meinen neuen (Lieblings?) Friis zeigen (Kann man mehrere Lieblingsfriis haben? Ja, oder?).

Heute mal ungewöhnlich "farbig", nämlich Mausgrau.

 Friis von Lolletroll ist ja mein erklärter Lieblingsschnitt. Seit gestern gibt es ihn hier nun auch offiziell für große Leute.


Wer mich kennt, weiß, dass das ein ziemlich seltener Anblick ist, ich in schwarz, weiß oder grau. Genau genommen fast unmöglich, weil ich fast nichts in in diesen Farben besitze.

 

Aber als ich zum ersten mal den Homosapiens von Znok sah, wusste ich, das ist MEIN Stoff, davon brauche ich Meter. Aaaber irgendwie bin ich ja auch schon 33 und irgendwann wird es auch ein  bisschen albern ;) Aber für die Kinder wird es sicher noch ein bisschen mehr im Komplettlook geben.

 

Den grauen Nicky von Lana habe ich extra für solche Fälle gekauft. Um etwas zu entschärfen ;)

Außerdem, wenn ich ehrlich bin, manchmal find ich grau sogar schön, sogar an mir.

 

Kombiniert habe ich mit grüner Bündchenware von Lana.

 

Jetzt gibt es noch eine kleine Bilderflut, unten auch noch zwei echte Tragebilder an mir :)

 

 

 


Als ich ihn dann fast fertig hatte, war er mir doch ein bisschen zu grau, so dass ich mich entschieden habe, vorne noch ne Retro-Applikation drauf zu machen.


Hier auf den liegenden Bildern sieht man noch den Abdruck vom Bügeleisen, das ist jetzt natürlich weg..


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So

14

Dez

2014

Herzig


Ich hab ja schon den kragenlosen Friis mit den lila Hjerter-Herzen gezeigt.

Da muss ich doch gleich noch mehr herzige Sachen hinterher schieben, so geht das ja nicht.

Schließlich mögen alle Montilly-Damen Herzen :)


Für das Kleinkind gibt es jaaaa, noch einen Friis, weil sie ihn einfach so liebt und sich noch einen gewünscht hat. (Okay, brauche ich Ausreden, um zu rechtfertigen, warum ich noch mehr Friis nähe??? Das werden bestimmt noch ein paar werden...)


Leider fehlen mir noch Tragebilder, also erst mal nur liegend:




Hier habe ich die rot-weißen Herzen mit grünem Frotte von Lana kombiniert, kuschelig weich und bestimmt ein neues Lieblingsteil!


Die Bündchen sind ganz dunkel lila, eher aubergine, das kommt auf den Bildern nicht so gut raus.



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Sa

13

Dez

2014

Friis geht's an den Kragen

 

Ja, Friis geht's an den Kragen, bzw. an die Kapuze. Der Kapuze geht es an den Kragen. Ach, wie auch immer. Die Große mag nicht sooo gern Kapuzen wie das Kleinkind, also bekommt ihr neuer Pulli, ein Friis, wie sollte es anders sein, einen großen Kragen.

 


 

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Sa

13

Dez

2014

Verfriis noch mal!

 


Da bin ich ja seit einiger Zeit am friisen wie verrückt und mir fällt auf, ich hab hier noch gar keinen Friis-Beitrag geschrieben. Dabei hat er es ja wirklich verdient, der tollste aller Pullover! Bei facebook hatte ich einige schon gezeigt, ja...


 

Der Friis von Lolletroll ist ja in aller Munde/unter aller Nähmaschine und das nicht ohne Grund. Ruckzuck genäht und schick ohne Ende. Ich mag ja sowieso am liebsten Retrokram, da ist dieser Schnitt einfach ideal.



Wie man sieht, entstand das Foto oben auch schon vor längerer Zeit. Auch wenn meine Kinder ihre Kleidung selbst wählen, sie frieren ja nicht gern ;) Da war es also noch warm ;)

 

Nja, ich zeig mal was :P

 

Okay, jetzt kommt ne kleine Bilderflut :)


(So ist das, wenn man keine Zeit mehr hat, Blogeinträge zu schreiben, weil die Abende immer gefüllt sind mit stricken, stricken, stricken, gefühlte 1000 Monsterhosen hab ich gestrickt in den letzten Wochen. Eine wird jetzt vor Weihnachten noch fertig, dann nehme ich mir erst mal wieder Zeit zum nähen, friisen, bloggen, was auch immer. Ich habe letzte Woche meine Weisheitszähne gezogen bekommen und habe entsprechend (bzw, leider, mir ging es nicht so gut) viel Zeit im Bett mit dem Internet verbracht). Und wenn man vor Schmerz nicht denken kann, kann man immer noch Stoff kaufen, oder??? Okay, das hab ich dann mal getan. Viel viel Stoff gekauft :P. Ich werde also bald wieder mehr hier zeigen können!)

 

 


Das hier war Friis Nr. 1. Er ist aus kuschelweichem Nickystoff, den ich mal auf einem Flohmarkt für 1€ gekauft habe :D


Die gelben Bündchen hat sich die große Tochter selbst ausgesucht, ich finde, die passen hervorragend.


Ich habe für sie Gr. 110/116 genäht, mit 122er Länge. Passt genau richtig.



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Fr

21

Nov

2014

selfmade Tragepuppe nach Waldorf-Art

 

 

Willkommen auf der Welt, neues Puppenkind.

Noch bist du namenslos, aber schon fest in unsere Familie integriert.

 

Die Kinder lassen dich nicht mehr los und sogar der Papa hatte dich abends schon versehentlich nicht mehr aus dem Arm gelegt :D

 

Du bis 60cm groß, hast einen Kopfumfang von 40cm und wiegst 2650g (was zugegeben etwas weniger ist, als erwartet). Aber es ist schon okay so ;)

 

Vom ersten Schnitt bis zum letzten Nadelanschlag hast du mich viele Monate Zeit gekostet, viel Schweiß, sogar mein Blut hast du auf deinem Körper.

Eine richtige Geburt eben!

 

Dein Körper ist gefüllt mit Schafwolle und Vogelsand in kleinen Säckchen, damit ich dich überhaupt stopfen konnte. Wer schon mal eine Gliederpuppe gemacht hat, kann sich vielleicht vorstellen, dass das nicht ganz so einfach war. Du hast nicht nur Sand im Körper, sondern auch in den Armen und Beinen, so wie im Kopf. Dadurch konnte ich diesen nicht so gut abbinden, aber irgendwo muss man da wohl Abstriche machen.


Du bist zum Tragen gemacht. Eine kleine große Tragepuppe, für Rückenbindeweisen zum Beispiel.

 

Und weil ich meine Monsterpopos so liebe, hast du auch gleich einen verpasst bekommen, dazu noch ein Zwergenmützchen, Socken und einen Regenbogenbody nach Schnabelina in Gr. 56, natürlich aus weichstem Lana-Interlock :) Passt wie angegossen über deine Stoffwindel.

 

 

Leider hast du noch keinen Namen, ich kann mich noch nicht entscheiden. Vielleicht hat ja hier jemand eine Idee, was zu dir passen würde?

 

So und nun noch ein paar Bilder, leider bisher noch keine Tragebilder:

Klick macht groß ;)

 

 


Und was mache ich sonst so?


STRICKEN, STRICKEN, STRICKEN!


Viele, viele Hosen :)

Na denn, wird ja kalt.



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Di

18

Nov

2014

Pünktchen Wraptai



Ein neuer Wraptai aus dem Tragetuch vom St. Josef Krankenhaus in Moers ist entstanden. Dort bekommen ja alle Eltern zur Geburt des Kindes ein Hoppediz Tragetuch geschenkt. Diese Aktion läuft nun schon etwas länger sehr erfolgreich. Ich darf regelmäßig auf der Station die Eltern schulen, damit sie ihr Tragetuch dann auch richtig nutzen können.

Für die Eltern ist der Kurs völlig kostenlos, was ich total toll finde :)

Daumen hoch für so ein bindungsorientiertes Engagement!!!


Aber nicht alle Eltern kommen mit dem Tragetuch gut zurecht, manche mögen lieber ein bisschen weniger Bindeaufwand. Und so verwandel ich das Tuch in eine Tragehilfe, eine "Wrap Conversion", kurz auch "Wrap Con" genannt, oder wie hier bei mir "Wrap Tai".


Diese Wrap Con hier gehört nun einem kleinen Mann, der nun das Tragen in allen Zügen genießen kann!


Dieses mal habe ich das Tuch mit Pünktchen kombiniert, auch sehr nett, wie ich finde.


(Und bitte verzeiht mir, die Puppe sitzt schief, ich weiß...)



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Mo

10

Nov

2014

Laterne, Laterne, leuchtet wie die Sterne...


In unserem Waldorfkindergarten gibt es alle zwei Jahre zum Sankt Martin Kürbislaternen. So auch dieses Jahr. Vor zwei Jahren hatten wir hier grade eine schwere Krankheit hinter uns und die Laterne war entsprechend einfach. Dieses mal stand mir der Sinn nach etwas aufwändigerem.


Die Tochter steht auf Elfen und Feen und so sollte es eine Feen-Laterne werden. Ich habe viele Stunden am, auf und unter dem Tisch gesessen, um den Kürbis zu schitzen, bis er so war, wie er sein sollte. Eine Fee auf dem Mond, welche Feenstaub pustet, welcher um die ganze Laterne reicht.


Gemacht habe ich das ganze mit einem kleinen Messer und ganz unwaldörflich mit dem Akkubohrer und nem Zahnstocher. Gezählt hab ich die Löcher nicht ;)


Aber nun lasse ich mal lieber Bilder sprechen und gebe euch einen Rundumblick :)


Die kleine Tochter hat übrigens eine 6-eckige Papierlaterne bekommen.




Und nun noch ein wenig zur Entstehung:

Zuerst hat das Tochterkind den Kürbis sorgsam ausgehöhlt. Während dessen habe ich den Entwurf für das Bild gemacht, welchen ich danach mit Bleistift auf den Kürbis übertragen habe.

Dann habe ich das Muster reingeschnitzt. Nicht ganz durch, es reichen wenige mm Tiefe, damit es durchleuchtet. Das macht solche Muster natürlich wesentlich einfacher zu gestalten. Die Sterne habe ich mit dem Messer ganz ausgeschnitten.

Die Löcher sind natürlich auch ganz durch.


Während des Entstehungsprozesses kam mir meine Küchenlampe sehr entgegen, weil ich da regelmäßig das entstandene Bild überprüfen konnte. Die kleinen Löcher habe ich alle unter der Lampe gemacht, mein Arm dankt es mir :P



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Fr

17

Okt

2014

Mama Frida 5.0

 

 

Soooo, jetzt hab ich es endlich.

Mama Frida ist "meins".

 

Heute in Version 5.0, es ist nicht mehr viel vom original Schnitt übrig...

Ich habe inzwischen den ganzen oberen Schnittteil verändert und an mich angepasst, und nun sitzt sie endlich.

 

Ich habe hier ja schon öfter mal veränderte Versionen gezeigt, aber so ganz überzeugt war ich nie. Die erste war schlicht weg zu klein, die zweite passte von der Größe, saß aber grottig. Die dritte war schon etwas besser, die vierte fast gut und bei der 5. bin ich nun endlich da, wo ich hinwollte :)))

Ich hoffe sehr, dass ich diese auch wieder reproduzieren kann :D

 

 

Der Stoff ist irgend ein Mix aus Samt und Cord, sehr weich und schön für den Herbst. Meine Mutter hat ihn im Keller gefunden, weiß nicht wo er herkommt :D Naja, ist jedenfalls idealer Hosenstoff :) Die Taschen ziert ein Rest Girasol Amitola Tragetuch in Diamantwebung :)

 

 



Und nun noch mal alle vorherigen Versionen hintereinander:



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Di

14

Okt

2014

Rainbow Wraptai

 

 

Heute zeige ich mal wieder einen Regenbogen Wraptai.

Der 13 colors Rainbow, Fischgrat von Girasol wartete schon etwas länger unter der Nähmaschine und hat es nun endlich geschafft.

 

Nun ist er endlich fertig und ist auch schon bei seiner neuen Besitzerin eingezogen :)

 

Hat Spaß gemacht!

 

 

 

 

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Do

02

Okt

2014

Fische und Sterne

 

 

Zwei von drei Wraptais sind nun fertig. Die Fische sind schon ein paar Tage länger geschafft, aber nun komme ich mal dazu, sie zu zeigen :)

Heute Abend wird mit etwas Glück (also wenn mich die Kinder lassen ;)) noch ein schöner Regenbogen-Wraptai fertig.

 

Die Mokka-Sterne habe ich schon zwei mal vernäht, und das dritte mal hat auch wieder Spaß gemacht. Ein schön stabiles Tuch, was sich toll vernähen lässt.

 

Toll vernähen kann man von den stahlblauen Fischen nicht behaupten. Bei denen hab ich streckenweise ganz schön geflucht und auch schon ausbessern müssen. Das Tuch ist ziemlich franselanfällig...

 

 

 

 

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Di

09

Sep

2014

Regenbogenmützen

 

 

Es wird ganz langsam Herbst. Und im Herbst brauchen wir Mützen.

Aber keine langweiligen, das ist klar ;)

 

Deswegen habe ich die Häkelnadel geschwungen und ein paar Regenbogenmützen gehäkelt.

Und da ich wegen Vollmond und zu wenig Schlaf heute echt müde bin und Kopfweh habe, soll das an Text auch mal genügen ;)

 

Ich lasse mal die Bilder sprechen.

 

 

Die Mützen sind natürlich auch im Shop erhältlich!

 

 

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So

24

Aug

2014

DAS Knotenkleid

Knotenkleid Onion 2022 mit Stilleinsatz
Knotenkleid Onion 2022 mit Stilleinsatz

 

 

Schon eeeeewig hab ich mir vorgenommen, endlich mal das legendäre Knotenkleid Onion 2022 zu nähen. Seit Jahren bewundere ich es immer mal wieder in verschiedenen blogs...

 

Aber irgendwie ist es trotzdem erst diese Woche bei mir eingezogen, das Schnittmuster.

Ich habe es dann sofort mal als Tunika mit Länge C und als Kleid mit Länge B gehäht.

 

Zuerst die Tunika aus dem Viscosejersey im batiklook. Leider hatte ich nicht genug Stoff, sonst hätte ich daraus auch gleich ein Kleid gemacht.

 

Da ich auf diversen Bildern schon gesehen habe, dass der Ausschnitt sehr weit ist, und ich das nicht sonderlich mag, hab ich mir gleich noch eine Lage Sichtschutz eingearbeitet, so dass das Kleid, bzw. die Tunika jetzt wie ein Stillshirt gearbeitet sind :) Auch praktisch.

 

Bei Version eins, der Tunika, habe ich das Rückenteil kürzer gemacht, bei Version zwei, dem Kleid, das ganze obere Teil, weil mir die Tunika vorne oben auch etwas zu lang war. Zusätzlich hab ich hinten die Raffung durch Abnäher ersetzt. Nach der ersten Anprobe gefällt es mir so jetzt ganz gut :)

Das Rückenteil ist doppelt genäht, wie hier gezeigt.

Ansonsten hab ich mich an dieses Tutorial gehalten. Mal gut, dass es sowas gibt :)

 

Der Stoff vom Kleid ist übrigens original aus den 70ern, ein Flohmarktschnäppchen für 1€. Das Material ist auch echt 70er, also irgend was seltsames. Für mich eher unüblich, ich mag ja doch eher Naturstoffe... aber als Test okay und mal sehen, wie es sich trägt, bzw. ob ich das ertragen kann. Das Blumenmuster fetzt auf jeden Fall :)

 

 

Ich werde definitiv noch ganz viele davon nähen und kann die Begeisterung für diesen Schnitt nur teilen.

 

Wenn man es einmal genäht hat, und sozusagen den Dreh raus hat, geht das zweite auch gleich viel schneller von der Hand. Ich habe Schnitte, die schneller genäht sind, aber ich finde, der Aufwand ist es definitiv wert. Ein ganz tolles Kleid!

 

 

Und jetzt Bilder:

 

 

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Di

12

Aug

2014

Regenbogen-Hippiemantel

 

 

Ich kann ja glücklicherweise seit einiger Zeit Häkeln und dieses neu erlangte Wissen muss ich unbedingt anwenden :)

 

Also hab ich überlegt, was geht einfach, ist wirkungsvoll und schnell.

 

Ich wollte immer schon solche Kreisjacken machen, konnte ich aber bisher nie. Alsoooo, ja. Das sollte es also werden. Während ich anfing, mein Mammut-Sommerprojekt zu starten, nämlich einer Wollkreisjacke für mich,  beschloss ich, noch eine Baumwolljacke fürs Großkind zwischenzuschieben.

Ihr Farbwunsch war mir Befehl, klaro.

 

Regenbogen, was mach ich lieber ;) ?

 

Die Jacke ist wirklich nur ein gehäkelter Kreis mit Ämeln dran. Wo die Ärmel hinmüssen habe ich einfach am Kind ausprobiert.

 

Es war wirklich einfach und hat soooo Spaß gemacht, genau das Richtige um verschiedene Muster zu üben. Fragt mich bitte nicht nach einer genauen Anleitung, ich habe freestyle gearbeitet :))

 

Und nun noch eine kleine Bilderflut, wie immer macht ein Klick die Bilder groß:

 

 

 

 

Und dann wurde noch ein Monsterchen fertig. Die ersten Monsterbestellungen für den Herbst treffen nun ein, also bin ich wieder gut beschäftigt, die nächste Zeit:)

 

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Sa

05

Jul

2014

Montilly meets Erna

 

 

Ich hatte die schöne Aufgabe, eines meiner absoluten Lieblingstücher zu vernähen, die Erna im Wunderland von Kokadi :)

 

Es war gar nicht so einfach, die richtigen Ausschnitte und Seite auszusuchen, damit das Muster auf dem Rückenteil und der Kopfstütze auch wirkt. Aber nach längerer Überlegung mit meiner Auftragsgeberin, ist es uns doch ganz gut gelungen, denke ich :)

 

Der Wraptai ist schon auf dem Weg zu ihr und ich hoffe, dass er ihr so gut gefällt wie mir. Ich muss ja gestehen, ich überege tatsächlich, ob ich meine Erna auch zerschneiden soll ;)

 

Und nun noch ein paar Fotos, wie immer zum anklicken:

 

 

 

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So

15

Jun

2014

Sommerkollektion Teil 1

 

Zuerst einmal der Grund, warum es hier die letzten Wochen wieder etwas ruhiger war:

Ein Haufen neuer Monsterhosen, 6 an der Zahl, (wobei eine ja eine Regenbogen- und gar keine Monsterhose ist, sind entstanden :)

Ja, und wenn ich jeden Abend da sitze und strickt, komme ich gar nicht dazu, hier zu schreiben ;)

 

Also nun. Hab ein bisschen was zu zeigen...

 

 

 

 

 

 

 

Und dann hab ich natürlich zwischendurch auch noch genäht, irgendwo müssen die neuen Klamotten ja herkommen ;)

 

Ich hatte schon lange vor, Schnabelinas Kapuzenkleidchen zu nähen, was ich nun endlich gemacht habe. Von einem hab ich noch gar kein Foto, fällt mir grad auf :) Aber die restlichen 4 kann ich jetzt mal zeigen. Zwei mal Biojersey und zwei mal Biojersey gemischt mit Bourettseide. Ich finde die Kleider total entzückend und finde fast schon schade, dass ich es jetzt erst genäht habe...

 

Es werden davon sicher noch viele folgen. Ich liebe ja diese wandelbaren Schnitte!!!

 

 

 

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Di

13

Mai

2014

Wenn Eltern zum Tragen kommen

 

In der aktuellen Ausgabe des Filius Magazins (2/14) gibt es ein Interview mit mir. Ich freue mich über eine ganze Seite Raum fürs Tragen :)

 

Ich hoffe, man kann es einigermaßen lesen, ich habe ca. 2065 Fotos gemacht, von denen das hier das Beste war.

 

 

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Di

29

Apr

2014

Old Rainbow Wraptai

 

 

Ich liebe es ja, Regenbogentücher zu vernähen, weil sie als Wraptai immer ganz toll aussehen.

 

So auch hier. Das Tuch ist ein Old Rainbow von Girasol mit blauem Schuss, d.h. die Rückseite ist hier blau.

 

Dieses mal ganz ohne Schnickschnack, einfach nur ein Wraptai. Hat Spaß gemacht :)

 

Hier noch ein paar Bilder. Wie immer, klick macht groß :)

 

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So

27

Apr

2014

Frühlingsgrün und Wiesenblumen

 

 

Heute mal wieder ein paar frühlingsfrische Kleidungsstücke für die Kinder und mich :)

 

Das Sonnen-Wiesen-Shirt war ein Herzensprojekt, welches ich schon sooo lange mal machen wollte. Ich habe vor langer Zeit mal so was ähnliches als Kleid gesehen und habe irgendwie nie die richtigen Stoffe zusammen bekommen. Nun hat es endlich geklappt und die große bekam dieses Blumenshirt. Für die Kleine will ich auch noch eins machen, aber mal sehen, wann ich dazu komme. War nämlich ganz schön aufwändig..

Als Schnittgrundlage habe ich Klein Fanö von Farbenmix benutzt, welches ich dann entsprechend meiner Vorstellung von Sonne, Himmel und Wiese zerschnitten habe :)


Aber das Ergebnis finde ich so toll, dass es sich schon gelohnt hat.

 

 

 

 

Weiter gehts mit Leinenhosen für mich und das kleine Mädchen :)

Den Stoff habe ich schon so lang hier liegen gehabt, wunderschöner Bio-Leinen. Ich hatte schon mal für die Große eine Hose daraus genäht, aber irgendwie vergessen (wie kann ich nur?), dass ich noch so viel davon habe.

Also gibt es hier für mich eine grade Hose nach meinem alt bewähtem Burdaschnitt von 1992 und für die Kleine eine Ottobre Bohemian.

Kombiniert mit alter Bettwäsche und rosa Bio-Bündchenware heute mal eher zart in der Farbgebung :)

 

Dazu habe ich mir dann noch eine passende Shelly genäht :)

 

Mein Mann sagte irgendwas wie "Hast du nicht schon genau so eine?" Nein, natürlich nicht. Aber das wärs ja.... lach...

 

 

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Mo

07

Apr

2014

Einmal wieder 13 sein

 

 

Mit 13, das war schon eine irre Zeit.

Damals, als ich aufhörte, Kind zu sein, als plötzlich eine ganz neue Zeit begann.

 

Außer ein paar Musikkassetten und erster CDs habe ich nicht mehr viel aus dieser Zeit, aber viele Erinnerungen habe ich in meinem Kopf. Musikerinnerungen, Texte, die sich in meinen Kopf eingebrannt haben. Einer dieser Texte beginnt mit "Ich hab nen Goldfisch der hieß Michael, der schwamm in seinem Aquarium rum.... dumdidum..."

 

Unbeschwertheit. Partys. Spaß.

 

Heute morgen fiel mir eines meiner wenigen Überbleibsel aus dieser Zeit in die Hände, ein Longsleeve von WIZO mit Micha, der tapfer bleiben sollte. 10.000x getragen, gewaschen, mit Löchern, der Druck ist nicht mehr taufrisch, aber irgendwie ist es so ein Teil, von dem ich mich einfach nie trennen konnte. Zu viele Erinnerungen hängen daran. Aber das Shirt lebte seit Jahren ein Schattendasein, wurde höchstens mal zum Schlafen an kälteren Tagen aus dem Schrank genommen.

Und heute morgen kam mir dann die Idee, warum nicht etwas neues daraus machen? Besser wirds von selbst nicht mehr, aber vielleicht tut ne kleine Zeitreise auch gut. Schließlich hat das Shirt bald 20-jähriges Jubiläum (ui...)

 

Gedacht, getan.

Schere gezückt und losgeschnitten. Eine Shelly sollte es werden, mit funky-Bündchen.

 

Ich habs heut getragen und fühlte mich wie damals :)

Das hat auch mal was :)))

 

 

Gute wilde alte Zeit.

 

 

 

 

Have Fun!

 

 

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Mo

31

Mär

2014

Erzieh mich - lieber nicht

Ab und zu schreibe ich hier ja auch mal über alltägliche Dinge, über das Leben mit meinen Kindern.

Ich hatte scho lange vor, mal einen Text über "Erziehung" allgemein zu schreiben.  Nun habe ich den Text endlich fertig und wünsche euch viel Spaß beim Lesen :)

 

 

Erziehung?

Erziehung.

 

Das ist so ein Wort. Er-ziehung. Das hat was mit ziehen zu tun. Auf-ziehen. In-eine-Richtung-ziehen.

 

Bevor ich Mutter wurde, war mir ziemlich klar, wie ich meine Kinder mal "erziehen" werde. Erziehung ist ja wichtig, sagt man.

 

Wenn Kinder nicht erzogen sind, sind sie ungezogen. Sie machen was sie wollen, tanzen einem auf der Nase herum. Und wer will das schon?

Also ich wollte das nicht.

 

Naja, aber wie es bei so vielen Sachen ist, kam es dann irgendwie doch ganz anders als erwartet.

Man fängt ja glücklicherweise "klein" an.

Als meine erste Tochter geboren wurde (sie war ein 24h-Baby wie es im Buche steht), bin ich dann ganz schnell bei Attachment Parenting/ Continuum Concept gelandet. Stillen, Tragen, Familienbett, ich schaue, beobachte, ich lasse machen. Ich rette im Notfall ;)

Ja, mit Einjährigen ist das für mich alles ganz einfach. Ich habe das alles ganz und gar unbewusst gemacht, ohne Anleitung oder Bewusstsein dafür, dass es Namen für diese Art von Umgang mit dem Kind gibt.

Ich bin nicht besonders ängstlich mit meinen Kindern, habe ihnen immer von Anfang an sehr viel zugetraut, die meisten Entscheidungen selbst treffen lassen und war damit sehr zufrieden.

Die ersten zwei Jahre hatte ich bei meinem ersten Kind nicht einmal das Bedürfnis, zu "erziehen", so dass ich mir darüber erst mal so gar keine Gedanken machte.

 

Aber Kinder werden ja größer und das Leben mit ihnen bekommt neue Dimensionen.

Nun ist es so, dass ich als Kind (und auch heute noch zeitweise) von meinen Eltern erzogen wurde.

Man macht das ja so, damit aus den Kindern was ordentliches wird.

 

Und dieser Erziehungsaparat steckt natürlich auch in mir drin. Ich habe das so gelernt, gelebt. Kinder werden erzogen.

Man zieht sie in eine Richtung, formt sie nach seinen Vorstellungen und muss das ganze natürlich auch irgendwie steuern. Das geschieht dann durch die zwei "Wunderwaffen" der Erziehung:

Belohnung und Bestrafung.

 

Wenn man sich mit diesen beiden mal befasst, wird einem klar, dass es ziemlich gemein und manipulativ ist. Bei Bestrafung leuchtet das den meisten ja schnell ein, aber Belohnung? Was soll denn daran schlimm sein, Belohnung ist doch was tolles, oder?

Nein, Belohnung ist nur die eine Seite der Medallie und funktioniert nur, wenn auch Bestrafung vorhanden ist. Belohnung ist ein Instrument, welches bei Kindern und Hunden eingesetzt wird.

Wer würde seinen Partner belohnen, wenn er "was richtig" gemacht hat? Wohl niemand, dem seine Beziehung wichtig ist.

 

 

Aber irgendwie bin ich (zum Glück, wie ich finde) ziemlich schnell da hin gekommen, das alles in Frage zu stellen, den Sinn zu hinterfragen.

 

Wofür erziehen wir Kinder?

Wie sollen Kinder sein?

Was soll aus ihnen werden?

 

Das Problem ist ja, dass die Kinder, die Erwachsene haben wollen, nicht die Erwachsenen werden, die sie haben wollen.

 

Aus folgenden, braven und leisen Kindern werden wohl keine selbstsichere, selbstständige Erwachsene, bestenfalls mit eigener Meinung, frei und selbst denkend. Okay, so pauschal kann ich das natürlich nicht sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist da.

Und irgendwie kann man sich doch vorstellen, dass da was dran ist.

 

Und die wichtigste Frage ist für mich:

 

Was bringt Erziehung überhaupt?

Hat sie überhaupt auch nur irgendeinen positiven Effekt?

 

Wenn ich mich und meine Kindheit betrachte, dann kann ich diese letzten Fragen ganz sicher mit -nein- beantworten.

Die Erziehungsversuche meiner Eltern haben vielleicht kurzfristige Effekte gehabt. In meinem Fall ist es möglich, dass ich mal aufgeräumt habe, weil ich Angst hatte, oder aufgegessen, weil ich fernsehen wollte. Gut. Wenn das das Ziel ist, dann wurde das erreicht.

Aber auf mich, mich persönlich, heute, hatten diese Versuche keine positive Auswirkung.

Ich esse weder besser, schneller, mehr, noch bin ich besonders ordentlich geworden.

 

Die Frage, die sich da stellt ist, wofür muss man seinen Kindern (und auch sich) so etwas antun, wenn es doch nichts bringt.


Und wenn man das nicht tut, was macht man dann?

 

 

 

Nicht - Erziehung?

Schlaf gut!
Schlaf gut!

Bevor mir überhaupt klar wurde, dass ich nicht erziehe, sind mir so Kleinigkeiten aufgefallen.

Meine erste Tochter wurde gerne als "besonders gut erzogen" tituliert. Das hat mich manchmal etwas stutzig gemacht, weil ich mir Gedanken gemacht habe, wie ich sie wohl erzogen habe, damit sie so ist. Naja, dann fiel mir auf, dass ich eigentlich gar nichts gemacht habe.

Das war wohl ungefähr zu der Zeit, als ich grade Gonzales "In Liebe Wachsen" las, sie war grade vielleicht 2 Jahre alt. Ein unglaublich tolles und bereicherndes Buch, welches zur Pflichtlektüre aller Eltern gehören sollte.

Das war auch die Zeit, als ich anfing zu realisieren, dass unsere Gesellschaft nicht wirklich nett mit Kindern umgeht.

 

Kinder müssen unheimlich viel.

Kinder dürfen unheimlich wenig.

Kinder müssen vor allem funktionieren, so wie sich die Erwachsenen das vorstellen.

Oft werden Erziehungsmaßnahmen einzig damit begründet, dass "man das so macht".

 

Im Bus leise sein. Macht man so.

Im Wartezimmer still sitzen. Macht man so.

Wenns kalt ist, Jacke anziehen. Macht man so.

Haare kämmen. Macht man so.

Beim Essen sitzen bleiben. Macht man so.

Bitte und Danke sagen. Ganz wichtig. Macht man so.

Immer brav Teilen. Macht man so.

Naja, da gibt es unheimlich viele Beispiele, ihr könnt ja selbst mal drüber nachdenken.

 

 

Ich versuche das mal an den Beispielen Bitte/Danke und Teilen zu verdeutlichen.

 

 

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Mo

31

Mär

2014

Weitere Frühjahrsnähereien

 

So, und weiter geht es :)

Wie versprochen habe ich noch ein paar Sachen fotografiert.

 

Angefsangen mit einem Wraptai aus Hoppediz Tragetuch und Dekostoff als Kopfstütze.

Mit Stegverkleinerung, Rückenteilverkleinerung und Tunnelzug im Nacken, damit er auch ganz früh schon passt.

 

 

 


Dann habe ich endlich mal den Midsommar Wendewickelrock

genäht. Hätte ich das mal viel früher schon probiert. Das freebook ist super gemacht, der Rock einfach zu nähen und sieh schick aus. Besonders toll finde ich ja, dass er zum wenden ist, das heißt in meinem Fall zwei mal nähen = vier neue Röcke ;)

Ich habe nur den Rand ein bisschen verändert, nämlich die offene Kante abgerundet. Außerdem habe ich ihn ein Stück gekürzt und die Tasche weggelassen, weil ich grad keine Lust auf Tüddelkram hatte..

 

Und hier sind die beiden Röcke, genäht aus Cord, Dekostoff, Tragetuch und Tischdecke.

 

 

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So

30

Mär

2014

Erste Frühlingsnähereien

 

 

So, da ich grade ein bisschen Zeit habe, mache ich mal gleich weiter.

Hm, mir fehlen ein paar Fotos, fällt mir auf. Okay, vielleicht muss ich die auch noch an anderer Stelle suchen, oder überhaupt erst mal machen.

Gut, dann zeige ich jetzt mal das, was ich zeigen kann ;)

 

Ich fange mal an mit dieser zauberhaften Kombi fürs Kleinkind. Sie, seit kurzem tagsüber trocken, braucht dringend neue/passende Hosen, die ohne Windel nicht vom Po rutschen.

Man nehme Lieblingsschnitt Bohemian aus der Ottobre 1/11, Lana Cord, alte Bettwäsche und ein bisschen giftiger Bündchenware. Fertig ist die Hose.

 

Dazu gibt es die Klein Fanö in retro Orange mit kleinen (Oster-) Häschen auf Pilzwiese.

Ha, so cool.

 

 

 

Weiter geht es mit einer Sweatjacke für mich.

Der Schnitt ist aus einer Damen Ottobre, Ausgabe weiß ich grad nicht, kann ich aber bei Bedarf gerne nachsehen. Die Kapuze habe ich allerdings verändert, und dazu noch gefüttert, weil mir das besser gefällt. Sie passt perfekt zu der neulich genähten Mama Frida 2.0, weil ich den gleichen Bettwäschestoff genommen habe. Der orangefarbene Nicki ist (jaa, mal wieder, wie sollte es anders sein), von Lana. Kombiniert mit braunen Bündchen passe ich dann perfekt zu meinem Kleinkind, so rein optisch ;)

 

 

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So

30

Mär

2014

Lustige Monsterhosen-Parade

Ich habe in den letzten Wochen eins getan. Gestrickt. Gestrickt. Ach ja, und gestrickt.

Ich hatte einige Monsterhosenaufträge zu bearbeiten, einige in monsterhaft großen Größen :)

Okay, ich hab zwischendurch auch mal was genäht, aber vor lauter stricken hab ich das bloggen ganz vergessen :P

 

Also hier mal ein paar gesammelte Werke. Ich hab nicht alle fotografiert, weil so manche einfach gleich aussehen;) Sind aber ne ganze Menge gewesen.

 

Und wenn noch jemand ne Monsterhose will, ich hab wieder ein bisschen Platz auf den Nadeln ;) Bestellen kann man hier.

 

Klick macht groß:

 

 

 

 

So, im nächsten Beitrag zeig ich dann mal wieder ein paar genähte Sachen. Ein Meitai ist auch noch fertig geworden.

Außerdem wollte ich noch ein Update zum Windelfrei schreiben :)


Ach und ein Tutorial für Cryola-Regenbogen-Art wollte ich auch noch schreiben.

 

Also dann bis ganz bald :)

 

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Sa

15

Feb

2014

Und was mache ich ohne Hebamme?

 

Bestürzt beobachte ich schon seit einiger Zeit, was in Deutschland mit den Hebammen passiert.


Als ich vor etwas mehr als 5 Jahren mein erstes Kind bekam, ging ich dafür in ein Krankenhaus. Es war Feiertag und es war keine Hebamme anwesend.

Man versicherte mir, dass sie bald kommt, was dann kurz vor den Presswehen auch der Fall war. Bis dahin war ich allein, ohne Hilfe, ohne Zuspruch. Ich hatte Glück. Sie war eine nette und einfühlsame Frau, welche mich gut durch die letzte Stunde der Geburt und durch das Wochenbett begleitete, die Chemie zwischen uns stimmte. Jedoch hätte es mich auch anders treffen können, worüber ich vor dieser Geburt gar nicht nachgedacht hatte - oh stopp, stimmt nicht.

 

 

Ich hatte darüber nachgedacht und beschlossen, Beleghebammen sind nur Chichi, völlig überflüssig. Ich hatte Glück. Ich bin durch die Geburt mit verhältnismäßig wenig Eingriffen von außen durchgekommen (nur ein unnötiger Zugang, ein unnötiger Wehentropf, unnötiger Kristeller Handgriff (inklusive unnötigem KISS), unnötiger Dammriss - aber das ist ja im Vergleich zu vielen anderen Geburten nicht besonders „aufregend"). Selbstbestimmt ist was anderes und es hätte auch anders ausgehen können. Wie gesagt, Glück gehabt.

Als ich dann mit meinem zweiten Kind schwanger wurde, war mir von Anfang an klar, dass ich dieses Risiko nicht noch einmal eingehen möchte. Beim ersten Kind weiß kaum eine Frau, was wirklich auf sie zu kommt. Es geht darum, in welchem Krankenhaus entbunden wird, selten darum, welche Hebamme dabei sein wird. Ich überließ es also nicht dem Schicksal und machte mich, vor inzwischen etwas mehr als 2 Jahren, auf die Suche nach einer geeigneten Hebamme.
Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, wie ich entbinden wollte, mit einer Beleghebamme ambulant im Krankenhaus, oder vielleicht sogar doch zuhause?
Ich beschloss, mir eine Hebamme zu suchen, bei der beides möglich wäre. Damals war ich schon erschüttert, wie schwierig es war, eine Hebamme zu finden. Ich rief bei der Hebammenzentrale an, wo mir gesagt wurde, dass das heute kaum noch eine Hebamme macht, lohnt sich nicht. Sie gab mir dann aber einen Namen, wo ich es mal versuchen könne, sicher sei sie sich nicht. Mit ihr vereinbarte ich bald darauf einen Termin. Wir waren uns direkt sehr sympathisch und ich freute mich, eine gute Begleiterin gefunden zu haben. Leider sagte sie mir sehr bald, dass sie nicht die benötigte Haftpflichtversicherung für eine Hausgeburt habe, das war das erste mal, dass ich mit dieser Problematik direkt konfrontiert wurde. Ich war sehr traurig, begab mich dann aber weiter auf die Suche und traf dann auf meine zweite Hebamme. (Es gibt ja Gegenden, da ist es wesentlich schwieriger als hier...)

Sie begleitete mich durch die Schwangerschaft, hörte zu (wo der Frauenarzt keine Zeit hatte), half mir wirklich. Und das allerwichtigste, sie ermöglichte mir eine wundervolle Geburtserfahrung in den heimischen vier Wänden! Sie war da. Sie unterstützte mich, sie ließ mich mein Kind auf meine Art und Weise gebären, ohne zu stören, zu intervenieren.

Dieses Erlebnis hat mich so nachhaltig verändert, dass ich ihr auf ewig dafür dankbar sein werde!!!!!
Nach der Geburt war sie 8 Wochen - und darüber hinaus, für mich da.

Vor wenigen Wochen erfuhr ich, dass sie ab sofort nicht mehr als freiberufliche Hebamme arbeitet. Sie ist nun fest im Krankenhaus angestellt, weil sie unter anderem die Versicherungsbeiträge nicht mehr stemmen wollte.
Das hat mich so tief getroffen, dass es mich nicht mehr los ließ seit dem.

Wir haben mit der Familienplanung noch nicht abgeschlossen. Ich möchte gerne noch mindestens ein weiteres Kind.
Vor drei Tagen kam dann die erschütternde Nachricht, dass ab Juli 2015 alle freiberuflichen Hebammen ihrem Beruf/Berufung nicht mehr nachgehen können, weil der letzte Versicherer aus dem Geschäft aussteigt. Mehr Infos zum aktuellen Stand findet ihr hier, oder bei facebook.

Das ist eine furchtbare Tragödie, deren weitreichenden Folgen noch gar nicht absehbar sind. Die Politik ist gefragt, dort Lösungen zu finden.
Doch was ist, wenn das alles so gewollt ist? Wenn Frauen nur noch im Krankenhaus mit einem Arzt entbinden sollen, ohne bekannte Hebamme, ohne Vorsorge bei der Hebamme, usw.?
Es geht wie immer ums Geld.

Aber was bedeutet das für die ganzen Hebammen, für ihre Familien?
Was bedeutet das für uns Frauen?

Ich muss sagen, ich fühle mich wirklich in meiner Freiheit bedroht.
Ich werde kein Kind mehr im Krankenhaus bekommen, das ist mir zu gefährlich. Das mache ich nicht mit.


Meine Hebamme meinte während der letzten Schwangerschaft mal scherzhaft zu mir, mein nächste Kind bekomme ich dann ganz alleine, ohne Hebamme.

Wird es darauf hinauslaufen? Alleingeburt?

Ganz ehrlich, ich habe Angst!

 

 

 

 

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So

09

Feb

2014

Frühlingsträume

 

 

Dieser zauberhafte Meitai ist die Tage ausgezogen um ein Baby glücklich zu machen.

Die Farben gleichen einem Frühlingstraum und trösten ein wenig über den nicht vorhandenen Winter hinweg ;)

 

Zu gepolsterten Trägern aus türkisfarbenen Cord gesellen sich pink- und regenbogenfarbener Tragetuchstoff von Lana auf der einen und Hoppediz Acapulco auf der anderen Seite.

 

Er ist am Rückenteil und am Steg verstellbar, so dass er auch lange freude macht.

 

 

Und dann gab es noch einen frühlingshaften Sling aus dem wunderschönen Didymos Millefiori grün/türkis :)

 

 

Klick macht Bilder groß:

 

 

 

 Und dann wartet noch ein riesen Karton frischer Finkhofwolle darauf, verknäult und verstrickt zu werden :) Ein neues Monsterchen ist schon fast fertig, im fehlt nur noch das Gesicht.

 

Also falls mich jemand sucht, ich bin dann mal stricken!

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Do

09

Jan

2014

Mama Frida 3.0, Stillshirt, Stillpullover und mehr

 

 

So, dann hole ich heute mal ein bisschen nach. Ich hatte ja erzählt, dass ich in den letzten Wochen noch ein paar eile für mich genäht habe, die ich nun noch zeigen möchte.

 

Zuerst einmal nimmt Projekt Mama Frida langsam mal Gestalt an. Inzwischen hat sie die dritte Überarbeitung hinter sich und so langsam passt sie einigermaßen. Ich glaube, eine kleine Überarbeitung noch und dann ist sie perfekt für mich :)

 

Zum Vergleich, Version 1.0 ist hier, Version 2.0 ist hier.

Ich habe nun endlich herausgefunden, dass ich die Hose bei mir vorne an der Naht enger machen muss, nicht an den Seiten. Dadruch verschwinden auch schon größtenteils die komischen Querfalten.

 

 

 

Die nächste mache ich hinten noch ein klein bisschen höher, und vorne noch ein klein bisschen enger, dann sollte es perfekt sein :) Aber ich bin auch so schon ganz zufrieden, die Hose ist gut tragbar und sehr bequem dank kleinem Stretchanteil :)

 

Die Taschen sind mal wieder aus alter blumiger Bettwäsche :)

 

 

Klick macht groß:

 

 

 

 

Im November hab ich bei Lana ja den ein oder anderen schönen Stoff mitgenommen.

Einer davon ist ein wunderschöner, dicker Baumwolljaquardstoff in Dunkelblau/Türkis gewesen. Als ich den gesehen habe, war mir klar, daraus muss ein Pullover für mich entstehen.

Also habe ich einen Stillpulli genäht. So dicken Strickstoff habe ich bisher noch nicht vernäht, ich war nicht darauf vorbereitet, dass er zu groß wird... Naja, er dehnt sich ja logischerweise mehr aus als ein Jersey oder Interlock. Ich hätte ja gedacht, ich müsse ihn weiter machen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Ich habe ihn also noch mal enger gemacht (und er ist immer noch recht locker).

Aber sooooo kuschelig!!!

 

Die Bündchen sind auch aus Lana Strickstoff, allerdings hier 50%BW, 50% Schurwolle.

 

 

 

 

Und dann zeige ich noch ein weiteres Stillshirt, dieses mal aus Lana Ripjersey aus Merinowolle. Total super zum drunterziehen, weil dünn und warm. Naja, momentan reicht das Shirt auch so, so kalt isses ja grad nicht.

Dazu gibts einen Walkrock aus allerliebsten Blümchenwalk von...naaa... Lana natürlich, den ich wahlweise über Strumpfhose oder Leggins, oder für warmen Poppes auch über der Hose tragen kann.

 

Und dazu gibts noch einen hübschen Schalkragen:)

 

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Mo

06

Jan

2014

Ein Meitai in regenbogenbunt

 

Ich wünsche euch allen ein schönes neues Jahr 2014!

 

Ich habe die gesamte (Vor-)weihnachtszeit mit Monsterhosenstricken und diesem schönen Meitai verbracht, da gab es nicht so viel zu zeigen. Und immer wieder die gleiche Monsterhose wird ja auch irgendwann langweilig, oder? Okay, ich hab noch ein paar neue Farbkombis probiert, zeige ich aber ein anderes mal. Außerdem eine Geburtstagskombi für die Große und ein paar Sachen für mich. Und ja, es sind auch noch zwei Puppenkinder entstanden, aber die haben auch einen eigenen Blogeintrag verdient.

Hier soll es nur um diesen Meitai gehen.

 

Er gefällt mir sooooo super gut, dass ich es echt schrecklich schwer fand, ihn gehen zu lassen. Aber ich weiß ja, er kommt in die guten Hände einer lieben Familie. Beziehungsweise lag er schon dort unterm Weihnachtsbaum. So fällt es dann leichter, einen Meitai gehen zu lassen, der sich eigentlich auch nahtlos in mein Sortiment eingefügt hätte. Er wäre gar nicht aufgefallen ;)

 

Er ist aus einem alten gelben Hoppediztuch, mit gepolsterten Trägern und diversen Tunnelzügen zur Größenanpassung. Das Tuch ist so weich, es war schon eine kleine Herausforderung, ihn zu nähen ;) Kombiniert mit Lana Solara Regenbogentuch und herzallerlieblichsten 70er Jahre Vorhangstoffen aus Baumwolle.

Ein Traum in Regenbogenbunt!

Natürlich zum Wenden.

 

Und hier noch ein paar Bilder (verzeiht mir, die Puppe sitzt ein bisschen schief):

 

 

 

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Fr

01

Nov

2013

Schön Stillen! Dieses Mal mit der Folge "blumiges blau"

 

 

Ich habe vor einiger Zeit diesen wunderschönen Stoff geschenkt bekommen und mir war sofort klar, dass ich daraus was für mich nähen werde. Und was sollte ich aus Jersey anderes machen, als ein Stillshirt???

 

 

Manche fragen sich vielleicht, wofür man bei einem 15 Monate altem Kleinkind noch ein Stillshirt braucht, aber ich finde es unheimlich praktisch. In der kälteren Zeit des Jahres sowieso, damit einem der Bauch nicht friert. Und so 15 Monate alte Still-linge, die trinken zwar nicht mehr unbedingt voll (es sei denn, es kommen Zähne, oder sonstige "Zwischenfälle"), aber deswegen nicht unbedingt seltener.

 

Meine Kinder durften/dürfen ja stillen, wann sie wollen und da kann so ein kleines Milchmädchen auch mal alle 10 Minütchen ein Schlückchen trinken :P

Und ja, da ist so ein Schnelleingriff wirklich durchaus praktisch. Kein Gefummel, kein Entblößen....

 

Also wurde aus dem Stoff ein Langarmshirt, frei nach der Farbenmix Bertina. Stillfunktion wie immer. Ich steh ja auf alt bewährte Schnitte.

Und damit es nicht langweilig wird, hab ich mit knallepinkem Lana-Jersey gemixt und mit der Shirt/-Ärmellänge ein bisschen gespielt.

 

Ich liebe die Farben und die Stoffe in dieser Kombination.

 

 Und weil ich ja mein Gewerbe erweitert habe, darf ich nun auch endlich für euch Stillshirts nähen. Einfach über das Kontaktformular anfragen :)

 

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Di

15

Okt

2013

Nachtrag und die Sache mit der Monsterhose - oder auch "Montilly to go"

 

 

Lang ist es her, dass ich das letzte mal was geschrieben habe... Es ist nicht so, als wäre nichts passiert, ich bin nur einfach nicht dazu gekommen, hier zu schreiben. Das mache ich nämlich in Ruhe am Abend, aber die große Tochter war einige Zeit, hmmmm, sagen wir mal unkooperativ. Das hat sich nun zum Glück wieder ein bisschen gelegt und ich kann wieder meinen Aufgaben nachgehen. Zuallererst Meitai-Warteliste abnähen. Und dann noch ein bisschen hier schreiben und stricken und nähen.

 

Und dann war da die Tage ja auch noch die Sache mit der Monsterhose, die ein paar Veränderungen mit sich bringt :)

 

 

 

Aber erst einmal der Reihe nach.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, es wird also Zeit für Wolle.Wollsachen mag ich am allerallerliebsten, wenn sie selbst gestrickt sind. Einmal, weil sie dann genau so sind, wie ich sie gerne hätte und zweitens mag ich Selbstgestricktes einfach total gerne.

 

Ich habe also ein paar Stränge wunderbare Finkhofwolle (aus kontrolliert biol. Tierhaltung) bestellt und mich an eine Monsterhose gemacht. Ich  hab sie schon oft im Netz gesehen, aber ich wollte sie "irgendwie anders" haben. Und da ich ja gerne Regenbogenbunt mag, habe ich sie dann auch so gemacht.

 

Ich hatte keine Anleitung, sondern habe die Hose einfach so drauf los gestrickt.

Die Augen und Zähne hatte ich zuerst mit Wollgarn aufgestickt, was mir überhaupt gar nicht gefallen hat. Daher habe ich das ganze dann wieder abgetrennt (mühsam....) und mit Walkstoff aufgenäht. Gefällt mir viel viel besser so!

Da ich bei der Tragegruppe letzte Woche meine Kamera liegen gelassen habe (keine Sorge, ist sicher aufgehoben ;), konnte ich also keine Fotos von der fertigen Hose machen. Da ich aber das Rätsel auf meiner Facebookseite lösen wollte, habe ich dann mal eben schnell ein Bild mit dem Handy geknipst und dieses hochgeladen. Eigentlich nur so zum zeigen.

 

Ja und dann ging es los. Facebook ist schon witzig. Innerhalb eines halben Tages hatten weit über Tausende Menschen das Bild gesehen, weiß der Kuckuck, wie das passiert ist. In diesem Moment sind es genau 5796 Klicks und 258 Likes. Und das für ein einfaches Foto, was ich nur mal kurz zeigen wollte *lach*.

 

Darauf hin kamen einige Anfragen, ob ich die Hose auch für sie stricken würde. Und dann hab ich nicht lang überlegt, Shop eingerichtet, Hose ist kaufbar ;)

 

 

Naja, ich habe dann heute mal noch schnell mein Gewerbe erweitert. Bisher habe ich ja nur Meitais genäht und sonst nix für andere. Ist ja nicht so, dass ich nie gefragt wurde, aber irgendwie bin ich nie wirklich dazu gekommen.

Das ändert sich nun.

 

Ich darf nämlich nun endlich offiziell auch Klamotten und Accesoires nähen und verkaufen :D :D :D

 

Ich habe ja auch einen Dawanda-Shop (in dem aktuell auch die Hose zu kaufen ist), aber ich denke, ich werde erst mal den Shop hier auf der Seite (<--- klick den Link) ausbauen.

 

 

Ich freue mich ganz doll und bin ein bisschen aufgeregt :D

 

Es wird also bald hier neben Strickhosen auch Klamotten für Klein und Groß geben, vorzugsweise natürlich wie immer aus bester Bio-Qualität gefertigt.

 

Vor allem auch Stillshirts, nach denen ich ja super oft gefragt werde :)

 

 

Was bisher geschah...

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Di

10

Sep

2013

Windelfrei - ein update

Vor einiger Zeit hatte ich hier mal über unsere neu gewonnene Windel-Freiheit berichtet.

 

Wie es so ist, wenn man mit relativ alten Babys beginnt, davon möchte ich heute mal erzählen.

Als wir angefangen hatten, lief es super. Fast schon zu gut, um wahr zu sein.


Anfängerglück könnte man es auch nennen ;)

 

Nachdem wir nämlich einige Zeit im siebten Windelfreihimmel schwebten, zeigten sich dann doch die Probleme.

Das Töchterchen wurde mobil und mobiler, ständig busy und unterwegs.

Da war es mit Signalen lesen, sowie geben, auf beiden Seiten nicht besonders leicht.

Oder sagen wir ehrlich, es hat streckenweise fast gar nicht geklappt.

 

Ich war ja -eigentlich- darauf vorbereitet, ich hatte ja genügend Erfahrungsberichte gelesen um zu wissen, dass das normal in dem Alter ist, zusätzlich zu der Schwierigkeit, dass wir erst so spät begonnen hatten.

 

Mein Babylein wollte nicht. Sie wollte spielen.

Sie wollte auf gar keinen Fall abgehalten werden, aber auf dem Topf wollte sie auch nicht sitzen bleiben.

 

Hunderte Situationen gab es, in denen ich genau wusste, dass sie mal muss, sie aber nicht abgehalten werden wollte. Statt dessen hat sie dann 30 Sekunden später auf den Boden, auf meinen Schoß oder sonstwo gepieselt. Das kann einen natürlich ganz schön entmutigen. Ich habe angefangen mich zu fragen, ob sie überhaupt windelfrei sein will... Eigentlich Blödsinn, das weiß ich selbst.

 

Dass sie windelfrei sein will, zeigt sie nämlich sehr deutlich, indem sie sich immer die Windel auszieht, sobald es irgendwie möglich ist.

Aber gut, ständig wollte ich nicht hinterher putzen und mich selbst hat es auch gestresst. Also haben wir tagsüber eine kleine Pause gemacht. Ich habe sie nach wie vor morgens direkt nach dem Aufwachen abgehalten, oder wenn ich mal das Gefühl hatte und sie wollte auch. Den Rest des Tages hat sie dann eben in die Windel gemacht.

 

Ich möchte keinen Stress beim Windelfrei, für mein Kind und für mich nicht. Es ja soll unser Leben bereichern, dem Kind gerecht werden und kein Zwang sein.

 

Etwas einfacher wurde es dann, als wir mit Babyzeichensprache begonnen haben. Wir hatten ein Zeichen für Pipi, welches ich immer machte, bevor ich sie abhielt.

Mit etwa 11 Monaten fing sie an, das Zeichen zu machen, während sie machte. Sie verstand also den Zusammenhang zwischen dem Geschäftchen und dem Zeichen, machte es aber leider nicht vorher, so dass sie mir nur damit zeigen konnte, dass ihre Windel gewechselt werden sollte ;) Auch gut.

Ich habe es dennoch weiter beibehalten und sie hat munter signalisiert.

 

Dann kamen ziemlich rasant ihre ersten Worte hinzu (hilfe, wo ist die Zeit nur hin? Nun fängt sie auch schon an zu quatschen und quatscht bald mit ihrer Schwester um die Wette...) und damit "A-A".

 

"A-A" ist nun ihr Universalwort, auch für Pipi, bisher jedenfalls noch. Und ich erinnere mich an die Zeit mit meiner Großen, die auch eingie Zeit A-a und Pipi das gleiche waren.

Zuerst ersetzte sie ihr Pipi-Zeichen durch "A-A". Also vornehmlich dann, wenn es schon zu spät war ;)

Seit kurz vor dem ersten Geburtstag etwa geht sie dann endlich gerne aufs Töpfchen oder auf den Klositz, was die Situation auch wieder ein bisschen vereinfacht hat. Dort bleibt sie - je nach dem - auch mal länger als 3 Sekunden sitzen. Wenn ich merke, dass sie muss, sie aber direkt wieder vom Töpfchen klettern will, muss ich nun schauen, wie ich sie dazu bringe, einen kleinen Moment sitzen zu bleiben. Mit Fingerspielen kann ich sie recht leicht überzeugen, sitzen zu bleiben. Wenn das Pipi dann kommt, freut sie sich sofort und sagt euphorisch "A-A".

 

 

Und  nun kann sie uns seit ein paar Tagen (sie ist jetzt genau 13 Monate alt) das Pipi vorher anzeigen, in dem sie "A-A" sagt. Sie sagt es nun tatsächlich nicht mehr erst, wenn es zu spät ist, sondern wenn sie merkt, dass sie muss. Sie wartet dann mit dem Pipimachen auch so lange, bis ich mit dem Töpfchen bei ihr bin, oder sie aufs Klo getragen habe. Sie freut sich total, wenn ich ihr sage, dass ich den Topf hole. Man merkt richtig, wie glücklich sie diese neue Situation macht. 

Sie kann selbst entscheiden, wohin sie macht. Sie kann ihre Blase bewusst steuern (da soll mir noch mal jemand sagen, die Kleinen könnten das nicht...).

 

Allerdings haben wir auch noch zwei kleine Probleme. Unterwegs will sie nicht abgehalten werden, d.h. dann muss sie eben in die Windel machen. Ich sage ihr das auch so.

Und nachts klappe es auch schon mal besser, aber sie zahnt aktuell und stillt/pieselt deswegen entsprechend mehr, auch gerne im Halbschlaf beim Trinken. Ich denke das wird auch wieder anders :)

 

Wir haben nichts trainiert.

Wir haben ganz ohne Druck eine Alternative zur Windel angeboten.

Wir haben ihr Bedürfnis nach Windelfreiheit wahrgenommen.

 

Sie hat sich entschieden, wie der Weg läuft.

Sie hat verstanden, dass sie selbst sagen kann, wenn sie muss (oder auch nicht muss. "Nein" sagt sie dann.).

Als wäre bei ihr ein Schalter umgesprungen:)

 

 

Ich bin so froh, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. Dass ich sie begleiten darf auf diesen ersten Schritten in ein selbstbestimmtes Leben.

Ich bin so dankbar für diese augenöffnende Erfahrung, die mir mal wieder eines lehrt, nämlich: Glaube nicht alles, was man (oder die Pämpersindustrie, Elternratgeber, Kinderärzte) dir sagt. Probiere es selbst aus.

 

Und an einer Stelle bin ich froh, dass ich geglaubt habe, was andere sagen, nämlich, dass es in dem Alter um den ersten Geburtstag rum, schon mal schwierig sein kann.

Und ich bin so froh, dass wir drangeblieben sind, uns nicht haben komplett entmutigen lassen. Ich war kurz davor alles hinzuschmeißen.

 

Auch mit Babys, die spät windelfrei werden, kann es klappen:)

 

Habt Mut!

 

Probiert es aus!

 

Nur eins nicht vergessen: es soll Spaß machen und kein Stress sein. Es geht nicht um Töpfchentraining, sondern um Bedürfnisse :)

 

 

 

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Di

10

Sep

2013

Mieke die erste :)

Nun habe ich sie auch endlich mal genäht, die Mieke (Kreativ ebook von Farbenmix)!

Ich habe sie schon oft bei anderen bewundert und finde den Schnitt einfach nur hübsch für kleine Mädels. Außerdem stehe ich ja auf Einteiler, das wisst ihr ja inzwischen ;)

 

Schön weit und bequem, perfekt.

 

Den Stoff (GOTS zertifiziert von Lillestoffe) hatte ich hier schon länger rumliegen und ich wusste nicht so recht, was ich damit machen soll, damit er auch gut zur Geltung kommt.

 

Ich finde, als Mieke macht er sich sehr gut :)

Kombiniert habe ich ihn mit orangefarbener Bündchenware von Lana, die perfekt passt.

 

An sich war die Mieke sehr schnell genäht, nur leider stehe ich mit der Versäuberung oben ein bisschen auf Kriegsfuß. Ne, das ist eine ganz schöne Tüddelei... Vielleicht sollte ich mir den Bandeinfasserfuß für meine Nähmaschine mal endlich gönnen.....

 

Aber ich mag sie sehr gerne und werde sie für den Winter auch mal aus Wollstoff ausprobieren.

 

Genäht habe ich übrigens schon in Gr.92, weil ich 1) mag, wenn es groß und weit ist und 2) wollte ich, dass die Hose nächsten Sommer noch passt. Das Mädchen ist aktuell 76cm groß und die Hose ist schon sehr gut tragbar. Die Träger sind zum Binden und daher stufenlos anpassbar. Die Umplappbündchen sind auch ideal :)

 

Fazit: Tolle Hose.

 

 

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So

18

Aug

2013

Tutorial: Wolle (-Seide) färben mit Ostereierfarbe

 

Heute habe ich mal wieder ein paar Wollsachen gefärbt und da dachte ich mir, ich schreibe mal ein Tutorial darüber, wie man Wolle (-Seide) Bodys oder Hemdchen mit Ostereierfarben färben kann. Das ist total einfach und je nach Technik auch super schnell gemacht, man muss sich nur trauen.

Ich gebe zu, bei dem Gedanken, Woll-Seiden-Bodys zu kochen, kann es einem ja schon ein bisschen anders werden ;) Aber wenn man das ordentlich anstellt, passiert rein gar nichts dabei, außer vielleicht, dass das Teil ne neue Farbe bekommt - und das wollen wir ja.

 

Naturfarbene Wollsachen sind schön... solange sie nicht mit Flecken übersät sind. Und wer ein Baby-Led-Weaning Baby (oder wahlweise ein 4-jähriges Kindergartenkind) hat, weiß, wovon ich rede. Flecken. Und die sind in den Wollsachen ja oft ganz schön hartnäckig...

 

Irgendwann, vor Jahren bin ich dann mal darauf gestoßen, dass man Wolle (oder Wolle-Seide, oder Seide) mit "Koolaid" färben kann. Das habe ich damals direkt ausprobiert und beschlossen, dass ich das nienienie wieder machen werde. Der Gestank dieses amerikanischen Süßgetränkpulvers hing Wochen in unserer Wohnung und dem Wollbody.... Das Färben an sich war ja toll, also machte ich mich auf die Suche nach Alternativen.

"Koolaid" ist ja nichts anderes als Lebensmittelfarbe - und die gibt es ja in jeglicher Form (ohne "Duft") zu kaufen. Ich habe inzwischen schon einiges durch und kann sagen, dass es fast egal ist, mit welcher Lebensmittelfarbe man färbt. Ob im Fläschchen, in der Tube, als Färbetablette oder Pulver.... klappt alles gleich gut.

Besonders gerne färbe ich mit der Öko-Ostereierfarbe von Auro, weil die Farben unheimlich schön und natürlich, aber dennoch knallig werden.

 

 

Ich werde hier nun zwei verschiedene Möglichkeiten zeigen. Einmal ein Woll-Seiden-Body, den ich im Topf färbe und ein Wollhemd, welches ich mit Kaltfarbe zum Regenbogenhemd mache :)

 

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, man kan munter mischen, batiken, färben, wie das Herz begehrt.

 

Und nun los!

 

 

 

Färben mit Öko-Ostereierfarbe im Kochtopf

 

Was Du dafür brauchst:

  • Das zu färbende Teil - hier ein Woll-Seiden-Body mit Flecken :)
  • Ein möglichst großer Kochtopf (oder Auflaufform)
  • Lebensmittelfarbe (hier 2x Ostereierfarbe "Orangetöne" von Auro)
  • Ein Löffel
  • je nach Farbe ggf. Essig (ich brauche hier kein Essig, sagt Auro)

 

Zuerst lege ich mir alles bereit und mache den Body komplett nass (wenn das Wollteil sehr fettig ist, vorher am besten waschen, das Fett verhindert die Farbaufnahme etwas). Nass mache ich den Body, damit sich die Farbe gleichmäßig und leichter verteilen kann.

 

Ich koche Wasser im Wasserkocher vor (weil es schneller geht) und löse im heißen Wasser die Farbe auf.

 

 

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Mo

05

Aug

2013

Hilfe, ich seh' doppelt!

 


Häää? Doppelt?

Nee, nicht ganz. Aber fast. Ganz verliebt war ich in die Stoffkombi vom Onbu, so dass ich mir ja gleich auch noch einen Meitai machen musste:)

 

Also will ich nun mal ganz schnell das fertige Werk presentieren.

Meitai aus Hoppediz Katmandu und türkisfarbenen Cord. Heute mal gepolsterte Träger, mach ich ja nicht ganz so oft.

Das Kind hat ihn auch gleich für gut befunden und ne Runde geschlummert.

 

 

Mi

31

Jul

2013

Ein Onbuhimo und viele neue Klamotten

Wir sind ja nun wirklich im Hochsommer angekommen, so dass wir ganz viel Zeit draußen verbringen. Abends wird hier auch sehr spät geschlafen, so dass der Blog ein bisschen zurückstecken muss :) Also habe ich heute mal ein bisschen nachzuholen. Zum Glück ist es ja so schön, dass ich auch nicht soooo oft zum Nähen komme - so gleicht sich das dann aus ;)

 

Ich hab erst überlegt, ob ich mehrere Blogeinträge mache, aber nö. Nun bekommt ihr alles auf einmal zu sehen:)

 

Als erstes zeige ich einen Onbu, den ich für die liebe Nadine genäht habe. Er ist für einen 3-jährigen Zwerg, so dass er hier auf den Fotos ein bisschen groß ist ;)

Es ist mein erster Versuch eines Schnallenonbus, es war ein bisschen frickelig. Den Schnitt habe ich neu entwickelt, und hoffe, dass er nun auch so passen wird! Für uns ist er wie gesagt ein bisschen zu groß, aber trotzdem sehr bequem. Ich hatte mir mal einen Schlaufenonbu genäht, der sich aber nicht wirklich bewährt hat, daher war das nun eine richtige Herausforderung für mich. Aber ich bin zufrieden! Und ich will mir nun auch noch einen machen, muss mir aber noch überlegen, welchen Tuchstoff ich haben will ;) Aus dem Rest von dem schönen Hoppediz Katmandu nähe ich mir aber erst einmal noch einen Meitai, den ich dann demnächst zeigen kann!

 

Und nun ein paar Fotos:

 

 

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Fr

12

Jul

2013

Babys schreien lassen ist doof!

Ja, das ist eine ziemlich klare Überschrift. Und es ist genau das, was ich denke! Babys lässt man nicht weinen. Nie niemals nie!

Der SternTV-Beitrag vom 10.7. zum Thema "Schreibabys" hat zumindest in meinem kleinen Mikrokosmos ziemlich hohe Wellen geschlagen.

Ich selbst habe mich auch an SternTV gewandt, deren Reaktion ist aber bisher mehr als dürftig.

 

Aber nicht nur ich, sondern auch viele andere haben sich den Sender oder die beteiligte Schreiambulanz gewandt, um ihren Unmut kund zu tun.

 

Meine Schwester Katharina hat sich auch intensiv mit dem Thema befasst. Sie gab mir ihren Leserbrief zum lesen und er gefiel mir so gut, dass ich sie gefragt habe, ob ich ihn hier veröffentlichen darf. Ich darf :)


"Die Sendung zum Thema "Schreibabys" fing ganz gut an, das Thema Reizüberflutung als eine mögliche Ursache ist gut und richtig beschrieben worden. Manche Säuglinge mit einer Regulationsstörung sind nicht in der Lage, die Reize adäquat zu verarbeiten, dies wurde vollkommen richtig dargestellt.
 Jedoch heißt dies insbesondere, dass man als Eltern das Kind unterstützen und _nicht_ alleine lassen sollte!
Zu glauben, ein Kind könne zur Ruhe kommen, indem man es 30 Minuten und länger schreien lässt, der sollte mal den Selbsttest versuchen (an dieser Stelle verweise ich sehr gerne auf den Selbsttest vom Nestling blog). Hinlegen und 30 Minuten aus voller Seele schreien, als ginge es ums eigene Leben. Wer sich danach "ruhig und entspannt" fühlt, hat was falsch gemacht.

Mir stoßen bezüglich der Sendung insbesondere drei Momente sehr auf:


1) Das als böses Verhalten dargestellte nächtliche Aufwachen des jungen Säuglings. Ein möglicher Zusammenhang zwischen der sogar vorab erwähnten Regulationsstörung und dem nächtlichen Schreien wird nicht gesehen.
Des Weiteren erklärt Herr Dr. Lion, was passiert wenn das Kind in einem vollkommen dunklen, ruhigen Raum liegt. Der Gefahrenimpuls wird ausgelöst.


Das ein Säugling, welcher nachts alleine in seinem eigenen Zimmer schlafen muss, genau dieser Situation ausgesetzt wird, wird ebenfalls nicht erkannt.
Stattdessen wird das Kind als manipulatives Wesen dargestellt, welches aus reiner Boshaftigkeit und Angewohnheit nachts wach wird ("konditioniertes Verhalten", "mache ich das, passiert das", "gelerntes Verhalten"). Wir reden hier von einem wenige Wochen altem Säugling!

2) Anstatt auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen, wird hingegen dazu geraten, es schreien zu lassen. Die Sozialpädagogin verteidigt es, indem sie aussagt, das Kind (sinngemäß) "sei gesund, wisse sich in Sicherheit und die Grundbedürfnisse seien erfüllt." - wobei hier ein sehr defizitäres Wissen über die Grundbedürfnisse eines Säuglings vorausgesetzt wird. Nähe und Körperkontakt gehören bspw. auch zu den Grundbedürfnissen des Babys (welches in der Reportage hauptsächlich im Bett, im Kinderwagen, im Laufstall, auf der Decke zu sehen war....)


Die Mutter verlässt im Video das Wohnzimmer während das Kind schreit, für das Kind heißt es: Mama ist weg, ich bin alleine. Da ist es egal, dass die Mama nur im Nebenzimmer ist, für einen Säugling ist weg gleich weg. Es weiß nicht, dass sie gleich wieder kommt und ihm nichts passieren wird. Es hat Angst!
Was dort also erzählt wird ist reines Schönreden, wir haben es mit nichts anderem als mit schlichtem Schreien lassen zu tun.

3) Das Baby "lernt was falsch ist, es lernt: ich schreie und jemand kommt".
Daraus spricht so unfassbar viel Unwissenheit, weswegen ich ein wenig weiter ausholen möchte:


Hier werden Erkenntnisse zu den Themen "Urvertrauen" und "Bindung" völlig außer Acht gelassen. Auch, dass ein Säugling gar nicht in der Lage ist, zu manipulieren, scheint nicht bekannt zu sein. Dazu ein kleiner Text von Dr. Rüdiger Posth.


Die Sorge, daß der kleine Fratz den Eltern auf der Nase herum tanzt, ist ziemlich unbegründet.

Ein Lernen im eigentlichen Sinne, d.h. geistige Vorwegnahme eines zu erreichen Ziels, Planung einer adäquaten Handlung aus dem faktischen ("expliziten") Gedächtnis heraus und Schlußfolgerung, Annahme und Ziel auf diese Weise in Übereinstimmung zu bringen, sind von einem kleinen Säugling aus verschiedenen Gründen nicht zu leisten:

  • Sein faktisches Gedächtnis ist noch unreif, nachweisbar dadurch, daß das diesbzl. Zentrum im Gehirn, der Hippocampus noch nicht optimal arbeitet.
  • Die für planendes Handeln zuständigen Hirnrindenabschnitte im Frontalhirn des Menschen sind größtenteils noch nicht an das assoziative System angeschlossen. Beweise dafür liefern uns die Positronenemissionstomographie (PET) und die funktionelle Magnetische Resonanztomographie (fMRT). [...] Unglücklicherweise funktioniert sein emotionales Gedächtnis schon, und zwar vom ersten Tag an. Dazu gibt es ein anderes Gedächtniszentrum, die Amygdala oder Mandelkerne. [...] Und darüber werden nun all die frühen Gefühle (zunächst eben ohne den faktischen Hintergrund) peu a peu abgespeichert. Das hat die Natur deswegen so eingerichtet, damit der Mensch vom ersten Tag an mittels seiner Gefühlshaftigkeit eine primäre Bindung zu seiner Bezugsperson aufbauen kann. [...]

 Wenn nun der Säugling in dieser "Arbeit" immer wieder heftig erschüttert wird, wird er in seiner Entwicklung Schwierigkeiten bekommen. [...]

Zum Thema Bindungstheorie steht auf Wikipedia:
Die Bindung veranlasst das Kleinkind, im Falle objektiv vorhandener oder subjektiv erlebter Gefahr (Bedrohung, Angst, Schmerz) Schutz und Beruhigung bei seinen Bezugspersonen zu suchen und zu erhalten. [...]
Sicher gebundene Kinder entwickeln aufgrund von elterlicher „Feinfühligkeit“ eine große Zuversicht in die Verfügbarkeit der Bindungsperson. Die Feinfühligkeit der Mütter ist gekennzeichnet durch die prompte Wahrnehmung der kindlichen Signale, der richtigen Interpretation dieser und einer angemessenen sowie prompten Reaktion auf diese Signale, welche keine starke Frustration beim Kind hervorruft. [...]
[Es gibt] Zusammenhänge zwischen psychopathologischen Störungen im Erwachsenenalter und Bindungsstörungen.

 


 Prompte Reaktion bedeutet alles andere als den Raum zu verlassen, während das Kind im Bettchen liegt und schreit.


 Zumal dies wohl definitiv als „starke Frustration“ gewertet werden kann.
Das Ziel sollte sein, dass das Kind eben genau das "lernt", was hier als schlecht deklariert wird. Nämlich, dass das Kind in Not weiß: wenn ich weine, dann ist jemand für mich da!

Nun, manche lassen sich mit Psychologie nicht überzeugen, zum Glück gibt es in der heutigen Zeit auch viele Erkenntnisse aus der Neurobiologie: Flucht der Bezugsperson:

Das Kind weint oder schreit, die Mutter schließt die Tür vom Kinderzimmer und geht fort, um das Schreien nicht zu hören (flüchtet).
 [...]
Neurobiologisch betrachtet wird durch das weinende Kind in diesen Fällen bei der Mutter das neuroendokroine Selbsterhaltungssystem Stressreaktion anstelle des Bindungssystems aktiviert. Dies sorgt für Ausschüttung von Epinephrin/Norepinephrin, was die Motivation für Kampf oder Flucht erhöht.
 

Es erfolgt beim Kind eine kurzfristige Stressreaktion und Ausschüttung von Glucocorticoiden, es hört auf zu weinen und eventuell wird das Bindungssystem unterdrückt. Das Kind entwickelt ein negativ besetztes inneres Modell der Interaktion/(unsichere Bindung).


Es hört auf zu weinen! Genau das, was die Familie erreichen möchte, nicht wahr? Die Kosten muss das Kind tragen, aber wen interessiert das schon...

Der Zusammenhang zwischen frühkindlichem Stress und neurologischen Schäden ist mittlerweile zu genüge belegt, man kann beispielsweise "Stress" und "Hippocampus" bei google eingeben, dann findet man haufenweise Studien dazu (z.B. hier).


Mit einmal schreien lassen schadet man seinem Kind sicher nicht dauerhaft!

Wenn einem aber von "Experten" geraten wird, sein überreiztes Kind jedesmal - also bis zu mehrmals täglich - schreien zu lassen, bis es aufgibt(!), dann kann man durchaus von emotionaler Vernachlässigung und somit von Kindesmisshandlung mit all ihren negativen Folgen reden.

Wenige Minuten Internetrecherche hätten gereicht um zu erkennen, dass die sogenannte Expertin _alle_ bekannten Studien ignoriert und Sätze von sich gibt, deren Inhalte längst widerlegt wurden (siehe oben).


Hier werden hilflose Eltern vorgeführt, sie werden zur Kindesmisshandlung angeleitet und all dies wird dann auch noch als "Erfolg" dargestellt. Traurig...

Es gibt so viele Möglichkeiten, Eltern eines Schreibabys zu helfen (bedürfnisorientierter Umgang mit dem Kind, Hilfe durch Organisationen wie "Wellcome" u.s.w.), nichts davon wurde in der Sendung erwähnt.

 

Es scheint so, als wäre Schreien lassen die einzige Lösung.

 

Richtig ist, dass es die einzige Lösung ist, die niemals bewusst angewendet werden sollte.

Übrigens: Die postulierten Methoden und das vemittelte Bild vom Kind entspringen der Ideologie des dritten Reiches, hierbei nennenswert: "Die (deutsche) Mutter und ihr erstes Kind" von Johanna Haarer, welches lange Jahre die Standardlektüre zur Erziehung war:


„Die Erziehung wird bei Haarer zu einer Technik, die durch die Ablehnung von Freude, Zuneigung oder Trösten gekennzeichnet ist und (nach Sigrid Chamberlain) das „Kind als Feind“ betrachtet.“ Die negativen Auswirkungen waren tatsächlich auch damals schon bekannt und erwünscht - man wollte gefügige Untertanen haben.

 

Wir wollen starke Kinder! Kinder, die den Mut haben laut zu sein, wenn ihnen etwas nicht passt! Kinder, die ihre Bedürfnisse mitteilen und deren Bedürfnisse erfüllt werden.

Wir wollen Kinder, die Selbstbewusstsein haben!

 

Es ist nicht immer leicht, diesen Weg zu gehen.

Aber es zahlt sich aus!

 

 

 

 

 

 

 

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